September 2013

Basar und Besuch der Stadt Tarakli

Am Samstag ging es türkisch mittelpünktlich zwischen halb 10 und 10 Uhr am Hotel mit dem Bus los. Unser Ziel war ein etwas abseits gelegener Basar. Wir verabredeten uns, uns um 12 Uhr am Treffpunkt wieder zu treffen und los ging es:

Das erste was uns direkt ins Auge fiel, waren gigantisch große Weisskohlköpfe in der Dimension eines Halloween-Kürbis. Solche wurden in Deutschland mit Sicherheit noch nie gesichtet!!

Schnell wurden wir uns mit einigen ansässigen Händlern einig und somit wechselten Gewürze, Feigen, Erdbeeren und Kleidung den Besitzer. Auch war es eine gute Gelegenheit für den ,Secret Friend' kleine Geschenke zu erwerben und zu verschenken. Und zwischendurch gab es natürlich immer wieder Çay (Tee).

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Dann sollte es mit dem Bus weitergehen in die Stadt Tarakli. Das Motto lautete: Erst alle 14 deutschen Teilnehmer in den Bus und dann alle türkischen die noch rein passen – in einem türkischen Kleinbus dürfen schliesslich 22 Leute auf einmal mitfahren. Der Ansturm war nämlich riesig und alle wollten uns begleiten. Leider mussten zwei in Adapazari zurück bleiben.

So machten wir uns auf den Weg. An unzähligen kleinen Moscheen und kleinen Obstverkäufern mitten in der Landschaft, fuhren wir die kurvige Straße, überwanden diverse Höhenmeter und passierten abenteuerliche Baustellen. Es ging über die teilweise schon fertiggestellte Schnellstrasse bis nach Tarakli. 
Tarakli ist ein Dorf, das ca. 80km von Adapazari entfernt liegt und ca. 3000 Einwohner hat. Bekannt ist es für seine typischen alten osmanischen Häuser. Das Dorf steht unter Denkmalschutz und steht in der Diskussion evtl. UNESCO Weltkulturerbe zu werden.

Nach unserer Ankunft ging es erstmal zum Dorfmittelpunkt, wo wir in einem çay bahçesi (Teegarten) bei Çay und Simit (Sesamringe) zusammen saßen.

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Danach nahmen wir uns drei Stunden Zeit um das Dorf in Kleingruppen zu erkunden. Die unbefestigten Strassen bargen einige Abenteuer und einige glichen eher unwegsamen Geröllgelände. Je weiter man in das Zentrum kam, umso sanierter waren Straßen und Häuser. Allerdings standen viele der Läden noch leer, da die Renovierung anscheinend gerade erst beendet wurde. Auffallend war auch, dass im ganzen Dorf erst vor kurzer Zeit neue Wasserleitungen verlegt wurden.

(Fotoslide „Ordner 22.09.“ 22.09.(10-15))

Von den türkischen Dorfbewohnern wurden wir zeitweise genau unter die Lupe genommen, aber immer herzlich begrüßt. Deutsche Touristen scheinen auch dort nicht allzu oft gesehen zu werden. Auch hier gehörten Straßenhunde und -katzen zum Stadtbild. Einige von uns stillten ihren Hunger mit Gözleme, einer Art türkischer Pfannkuchen. Dabei gerieten wir zwischen die Fronten zweier Muezzine, die zum Gebet riefen und mit ihren Lautsprechern versuchten, lauter als der andere zu sein... Dann ging es zurück in den Bus.

(Fotoslide „Ordner 22.09.“ 22.09.(19,20,22))

Nachdem wir noch für ein Gruppenfoto in einem grossen Baum mit Loch gehalten hatten, ging es durch die Berge zurück nach Adapazari und in unser Hotel.

Nach einer kurzen Pause besuchten wir dann alle gemeinsam ein Restaurant gegenüber, wo einer der türkischen Teilnehmer einen guten Preis für uns raus handelte. Es gab viel und gutes Essen: türkische Linsensuppe, einen Zwischengang und als Hauptgang Köfte (eine Art Frikadellen), Hühnchenfilet mit Reis, Brot und Pepperoni. Auch die Vegetarier unter uns wurden gut versorgt. Zum Nachtisch hatten wir dann die Wahl zwischen einer Art Milchreis (sog. sütlaç) oder einer Art sehr süssem, karamelligen, saftigen Brot (ekmek tatlisi).

Zurück im Hotel begann dann die gemeinsame Schreibstunde, deren Ergebnisse ihr vermutlich bereits gelesen habt. An den drei öffentlichen Computern im Hotel verfassten wir die Einträge der letzten Tage. Dann fielen wir alle satt und glücklich in unsere Betten.

 
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